Pfarrer

 1470-1515   Johann Reichenherbst

1537   Hermann Mohot (?); für ?kurts h. Kaplan

1515-1540   Leonhard Slich

1537-1540   Laurenzius Salender

1540-1547   Nickl. Seyfried

1547-1559   Andreas Holzapfel

1559-1561   Sebastian Rebstein

1561-1576   Andreas Braun

1577-1586   Johannes Wansieg(d?)el

1586-1590   Baldasar Speth; zugleich Pfarrer von Schwebenried

1591-1599   Johannes Falkenstein

1600-1605   Martin Vaisel

1605-1609   Wilhelm Ball; Domvikar

1609-1612   Johannes Gerle (?)

1612-1616   Conradus Dänzer

Anmerkung: Im Buch "Archiv des Historischen Vereins von Unterfranken und Aschaffenburg, Siebenter Band, Erstes, zweites und drittes Heft, Würzburg 1843" findet man im Kapitel "Geistliche in Ebern" für das Jahr 1616 folgenden Eintrag: Peter Schleerieth, Pfarrer 1616.

von 1616   Johann Stier

-1618   Johann Schwab

-1628   Sebastian Stier

-1629   Kaspar Schwemmer (?)

Anmerkung: Im Buch Germania Sacra. Dritte Folge; 4; Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz. Das Bistum Würzburg: Die Würzburger Bischöfe von 1617 bis 1684; im Auftrage der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen herausgegeben von Winfried Romberg (2011) im Kapitel "Die Ponitfikate 1617-1684" unter dem Bischof Philipp Adolph von Ehrenberg (1623-1631) ist unter "Allgemeine religiöse Situation" folgendes zu lesen:
... Nur gelegentlich werden Missstände im Klerus laut: Der Pfarrer von Schleerieth wird wegen Konkubinat in den Turm geworfen. ...
Um welchen Pfarrer es sich handelt ist nicht bekannt.

-1651   Jedokus Kaiser

1649-1656   Georg Riegler

1652-1653   Heinrich Bausenbach

1653   Joh. Adam Breidenbach

1653   David Kempf

1653-1654   Michael Fischer

1654-1655   August Bernh. Sell

1655-1659   Johan Ap(g)ri?ola

1659-1662   Johann Philip Mauder

1662-1667   Wilhelm Ventinus

1667-1670   Johann Kaspar Helldörfer (?)

1668-1670   Karspar (?) Markfurt

1670   Michael Heuring

1670-1673   M. Thomas Höflich (?)

1670-1677   M. Philip(?) Wilf. Weingart

1677-1678   Joh. Adam Scheuring

1678-1681   Joh. Konrad Richter

1671-1682   Joh. Osterberger (?)

1682-1688   Gg. Mich. Renk

1689-1695   Joh. Nickl. Hain

1695-1708   Joh. Jäger; Kaplan

1691-1708   M. Adam Schössel (?)

1708-1722   Joh. Adam Kuhn

1722   Joh. ??? Heinbek

1722-1728   Johann Adam Wegner

1728-1744   Franz Anton Wolf

1744-1766   Johann Georg Drescher

1766-1775   Johann Kaspar Wehner

1775-1802   Laurenzius Wehner

1802-1820   Franz Krüger(?); Karlstadt

1820-1842   Georg Hart; Hergolshausen, hier begraben

1842-1844   Josef Nolmut (?)

1844-1871   Michael Beußner; Kronungen, hier begraben

1871-1880   Georg Kaspar ???; Karlstadt, hier begraben

1880   Kaspar Josef Bruß (?); Mitgenfeld (?), Aushilfe

1880-1887   Karl Bürger; Dorfprozelten

1883-1898   Konrad Fleckenstein; Schöllkrippen

1898-1903   Josef Rosenberger; Karlburg

1903-1909   Edmund Stenger; Fechenbach

1909-1915   Stefan Schuggert; Karbach

1915-1923   Josef Röder; Randersacker,
gestorben in Schleerieth, beerdigt in Randersacker

1923-1939   Ernst Joseph Söller, Miltenberg

Anmerkung: Pfarrer Söller wird im Jahre 1933 zum Ehrenbürger von Schleerieth ernannt.
Am Tag vor Heiligabend des Jahres 1939 will der rührige Seelsorger noch kurz in die Kirche. Auf dem gepflasterten Platz vor dem Gotteshaus ist das Glatteis besonders tückisch, Pfarrer Söller stürzt unglücklich und verletzt sich dabei so schwer, dass er einen Tag später, am Weihnachtsabend, den 24.12.1939 verstirbt.

Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof von Schleerieth. Pfarrer Söller hat sich in der Aufarbeitung der Heimatgeschichte besonders verdient gemacht. Seine Arbeiten über Flurnamen, Ortsnamen usw. sind häufig veröffentlicht worden. Auf seine Initiative wurde im Jahre 1925 der Obst- und Gartenbauverein gegründet.

1940-1958 Joseph Karl; Oberhausen bei Ochsenfurt

1958-1964 Emil Müller; Mechenhard bei Obernburg

(Quelle bis hier: Q-1)

1964-2002 Peter Roth; Aschaffenburg
Anmerkung: Für Pfarrer Roth ist Schleerieth die einzige Pfarrstelle: Nach seiner Priesterweihe im Jahre 1958 ist er noch mehrere Jahre an verschiedenen Orten als Kaplan eingesetzt, anschließend kommt er als Pfarrer hierher und bleibt bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand. Ganze 38 Jahre lang ist er Pfarrer von Schleerieth! Für die Kinder des Dorfes hat er immer einen Fußball auf Lager, falls beim Spiel aufs Pfarrhoftor einer kaputt geht - seine persönliche Leidenschaft ist das Schafkopfspiel im Gasthof. Am 20. Juli 2018 feiert Pfarrer Roth sein 60-jähriges Priesterjubiläum in seiner Heimat Aschaffenburg. Aus seiner alten Pfarrei Schleerieth reisen Schleeriether, Rundelshäuser, Eckartshäuser und Vasbühler an (insgesamt 25 Personen), um ihrem langjährigen Pfarrer zu gratulieren.

 

2002-2017 Pater Thomas Pullattu (MCBS); Punnathura/Kerala, Indien
Anmerkung: Im September endet die 20-jährige Zeit als Seelsorger in Deutschland für Pater Thomas. 15 Jahre davon ist er in Schleerieth, entsprechend bewegend ist sein Abschied: "nach 15 Jahren bist du Schlerther...". Pater Thomas kehrt in seine Heimat Indien zurück. Mit Pater Thomas endet nach 547 Jahren die Eigenständigkeit der Pfarrei Schleerieth (seit 1470). Sie bekommt keinen Pfarrer mehr zugeteilt, die Seelsorge übernehmen die Priester der PG Maria im Werntal.

 

  16.06.2016 "Das Licht der Malabarküste..."

   27.07.2017 "Mit einem Thermomix zurück..."

 

2017-2020 Pater Dr. Vincent Moolan; xxx, Indien (Pfarrer von Werneck, hier Pfarradministrator der PG Maria im Werntal)
Anmerkung: Pater Vincent ist seit 2008 Pfarrer von Werneck. Als Pfarradministrator für die Pfarreiengemeinschaft Maria im Werntal ist er jetzt auch verantwortlich für die Pfarrei Schleerieth.

 

2017-2018 Pfarrvikar Dr. Simon Schrott, Großwallstadt (PG Maria im Werntal)
Anmerkung: Weil er sich zusätzlich als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Liturgiewissenschaften der Universität Würzburg auf seine akademische Laufbahn vorbereitet, wird der nur noch als Halbtagsstelle ausgeschriebene Seelsorgedienst in der Pfarreiengemeinschaft mit dem promovierten Pfarrvikar besetzt. Er bezieht das Pfarrhaus in Schleerieth. Bereits ein gutes Jahr später entscheidet sich Dr. Schrott für den Abbruch dieser wissenschaftlichen Laufbahn und wird an die Pfarreiengemeinschaft St. Georg in Karlstadt versetzt. Der ehemalige "Domspatz", der am Internat der Regensburger Domspatzen ausgebildet wurde, bleibt nicht zuletzt wegen seiner schönen Stimme in Erinnerung. Einen großen Teil seiner Gottesdienste begleitet er mit seinem Gesang. Im Jahre 2021 orientiert sich Dr. Schrott erneut um - er tritt in den Benediktinerorden in Münsterschwarzach ein und wird Mönch.

 

2018-2019 Pfarrvikar Pater Murphy Sebastian Raj; Tiruchirappalli/Tamilnadu, Indien (PG Maria im Werntal)
Anmerkung: Nach nur 10 Monaten im Schleeriether Pfarrhaus verlässt Pater Murphy die Pfarreiengemeinschaft Maria im Werntal und legt sein Priesteramt aus persönlichen Gründen nieder. Pater Murphy wird in der kurzen Zeit auch wegen seines Humors sehr geschätzt - er richtet mit der Faschingsgemeinschaft einen Gottesdienst in Schleerieth aus, der wohl unvergessen bleibt. Mit dem Weggang von Pater Murphy steht das Pfarrhaus zum Entsetzen der Schleeriether nun leer.

 

2019 Mit Ingrid Graber verlässt die letzte Pfarramtssekretärin das Pfarrbüro in Schleerieth. Nachdem man ein paar Monate gehofft hatte, dass die Stelle neu besetzt wird, ist es nun offiziell: es gibt ab sofort auch kein Pfarrbüro mehr in Schleerieth.

2020 Pfarrer Michael Krammer, xxxx (Pfarrer von Werneck, hier Pfarradministrator der PG Maria im Werntal)
Anmerkung: Der neue Pastoralraum Werneck wird von Bischof Franz Jung ins Leben gerufen, neuer Pfarrer von Werneck wird der bisherige Pfarrer von Essleben, Michael Krammer. Er wird gleichzeitig Leiter der PG Maria im Werntal und der PG Heiliger Sebastian (Eßleben). Zum neuen Pastoralraum gehört auch die PG Luisenhöhe (Waigolshausen).

 

(Quelle, 1964 bis hier: Q-2)

 

Quellen:

Abk. Quelle
Q-1 "Dorfbuch", erstellt von Eduard Schmittfull bis in die 70er Jahre
Q-2 Zeitzeugen

 

Zusammengestellt und Anmerkungen von Martin Pfister, Schleerieth

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